• aus dem Berufsleben eines Intensivpflegers
Sterbehilfe – (k)ein alltägliches Thema
Über den Tod wird in unserer Gesellschaft heute nicht gerne gesprochen. Dabei wird jeder Mensch früher oder später damit konfrontiert, bei Angehörigen oder einem selbst. Grund genug also, sich damit bereits in jungen Jahren auseinanderzusetzen: Im Religionsunterricht der neunten und zehnten Klasse haben sowohl der Umgang mit Tod und Trauer als auch ethische Fragen zur Sterbehilfe einen festen Platz.
Für Alexander Puschmann gehört der Tod sogar zum Berufsalltag. Der Gesundheits- und Krankenpfleger besuchte deshalb die katholischen Religionsklassen 9bc sowie 10a und gab spannende Einblicke in seine wichtige Arbeit auf einer Intensivstation. Nach dem Realschulabschluss in Neumarkt in der Oberpfalz und seiner Ausbildung bildete sich Alexander Puschmann weiter fort und arbeitet heute unter anderem im OP und auf der Intensivstation des Klinikums Neumarkt. In jeweils einer Doppelstunde schilderte er in den Klassen 9bc und 10a eindrucksvoll seine Erfahrungen und berichtete über die Anforderungen seines Berufes.
Die Schülerinnen und Schüler hörten dabei interessiert zu, begutachteten das mitgebrachte medizinische Material oder stellten bereits erste Fragen: „Was passiert, wenn es einen Stromausfall gibt?“, „Wer arbeitet auf einer Intensivstation?“, „Wie wird entschieden, wenn ein Patient weder Patientenverfügung noch eine Vorsorgevollmacht hat?“
Den Tod aus medizinischer Sicht, das Sterben im Krankenhaus oder die Thematik der Sterbehilfe mit der Diskussion darüber stellte Alexander Puschmann so mit vielen konkreten Beispielen und Erzählungen aus der Praxis für die Jugendlichen anschaulich dar.
Viele weitere – auch persönliche – Fragen wurden schließlich bei einer Fragerunde bereitwillig von unserem Gast beantwortet. Da kam es geradezu ungelegen, als die Doppelstunde plötzlich vom Gongschlag beendet wurde. Beeindruckt von der Souveränität und der Begeisterung, die Alexander Puschmann ausstrahlt, verabschiedeten sich die Schülerinnen und Schüler sogar mit einem ganz persönlichen Geschenk aus dem Landkreis Erding bei ihrem Gast aus der Oberpfalz.
Dominik Wittmann

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